Die Oldtimer Rallye

Was genau ist eine Oldtimer Rallye?

Eine Oldtimer Rallye ist ein Rennen welches abseits klassischer Rundstrecken stattfindet. Häufig dauert eine Oldtimer Rallye mehrere Tage und führt über verschiedenen Etappen. Das besondere an einer Oldtimer Rallye ist, dass hier ausschließlich Fahrzeuge teilnehmen, die älter als 30 Jahre sind. Bei einer Oldtimerrallye geht es oftmals gar nicht darum, eine Etappe als Schnellster zu meistern, sondern vielmehr darum die teils sehr alten und wertvollen Fahrzeuge aktiv auf der Straße zu präsentieren. Aufgrund des Wertes werden die Oldtimer meist von einem Begleitfahrzeug mit Anhängerkupplung auf einem Trailer gezogen. Nur die hartgesottenen fahren ihren Oldtimer „auf eigener Achse“ zur Oldtimer Rallye. Für die Teilnahme an einer Oldtimer Rallye ist in der Regel bereits bei der Anmeldung ein so genanntes Nenngeld zu leisten. Von diesem wird unter anderem die technische Abnahme finanziert, die vor einer Oldtimerrallye durch den Veranstalter durchgeführt wird und dafür sorgt, dass nur sichere Fahrzeuge an der Rallye teilnehmen dürfen.

Oldtimer Rallye mit Wertungsprüfung

Um den sportlichen Ehrgeiz der Fahrer bei einer Oldtimer Rallye doch etwas zu wecken wurden für diese spezielle Form des Rallye Sports eigene Wertungsprüfungen entwickelt, bei denen es nicht primär auf Geschwindigkeit ankommt. So gibt es bei einer Oldtimer Rallye häufig eine Gleichmässigkeitsprüfung, bei der es darum geht die Strecke in mit einer möglichst konstanten Geschwindigkeit zu absolvieren. Neben einer Durchfahrtskontrolle gibt es auf der Strecke auch eine Zeitkontrolle mit der die Einhaltung der Geschwindigkeit an verschiedenen Punkten der Strecke überwacht wird. Für die Fahrer ist es bei einer solchen Gleichmässigkeitsprüfung sehr wichtig jederzeit einschätzen zu können ob sie zu schnell oder zu langsam unterwegs sind. Hierbei hilft der Rallye Timer in Kombination mit dem Roadbook. Der Rallye Timer ist eine Stoppuhr mit der sich die Zeit seit dem Start messen lässt, im Roadbook sind alle wichtigen Streckenpunkte sowie deren Entfernung vom Startpunkt eingetragen. Mit diesen beiden Instrumenten lässt sich somit die vom Reglement geforderte Geschwindigkeit bei einer Gleichmäßigkeitsprüfung jederzeit während der Fahrt überprüfen. Dies ist Aufgabe des Beifahrers, dem bei einer Rallye damit eine ähnlich wichtige Funktion zu Teil wird wie dem Fahrer selbst.
Eine weitere Wertungsprüfung welche man oft bei einer Oldtimer Rallye findet ist die Zuverlässigkeitsprüfung. Für einen Oldtimer stellt eine solche Rallye selbst wenn dort kein wirkliches Rennen gefahren wird eine große Belastung dar. Gerade Bergstrecken bei Bergrennen fordern die Fahrzeuge enorm und bringen diese oftmals an ihre Belastungsgrenzen. Für die Teilnehmer einer Oldtimer Rallye sind gerade Passstraßen jedoch sehr reizvoll, da sie sowohl fahrerisch anspruchsvoll als auch landschaftlich meist sehr reizvoll sind. Oldtimer Rallyes finden in Deutschland regelmäßig statt, oftmals werden sie von einem Automobilclub veranstaltet.